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Fachtag: Prekär oder fair?

September 10 @ 09:30 17:00

Ein besonderes Highlight wird es im Herbst 2026 geben. Gemeinsam mit den WIR-Netzwerken aus Sachsen (RESCUE forward) und Sachsen-Anhalt (DABEI!) organisiert BLEIBdran+ einen Fachtag mit dem Titel „Prekär oder fair? Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten zwischen Fortschritt und Restriktionen“.

Am 10.09.2026 laden die Netzwerke bundesweit Expert*innen und Praktiker*innen ins Augustinerkloster in Erfurt ein, um gemeinsam über die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten zu sprechen.

Über folgenden Link gelangen Sie zur Anmeldung;
https://eveeno.com/prekaer-oder-fair

Programm

9:00 Uhr – Anmeldung

10:00 Uhr –Begrüßung
Christiane Welker, Dr. Kristian Garthus-Niegel, Bernard Quante

10:10 Uhr –Digitales Grußwort Wie kann eine faire Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten in der Zukunft gelingen?
Bärbel Bas, Ministerin, Bundesministerium für Arbeit und Soziales

10:30 Uhr –Keynote: „Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten nach der GEAS-Reform“
Dr. Barbara Weiser, Caritasverband Osnabrück

11:15 Uhr –Vortrag: „Zwischen Prekarisierung und Qualifizierung – wie nachhaltig ist die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten?“
Christian Schönemann, Regionaldirektion Sachsen-Anhalt/Thüringen

12:00 Uhr – 13:00 Uhr – Mittagsimbiss

13:00 Uhr –Workshops

Workshop 1: Arbeitsausbeutung durch Mitbestimmung und Beratung begegnen
Abdul Razak Alhamad, Betriebsrat Momox / Faire Integration, Benjamin Heinrichs

Viele Geflüchtete arbeiten in prekären Jobs und sind von Arbeitsausbeutung bedroht. Im Workshop gehen wir der Frage nach, wie Arbeitsausbeutung begegnet werden kann. Zum Einstieg berichtet Abdul Razak Alhamad von seinen Erfahrungen aus Betriebsratssicht bei Momox und Benjamin Heinrichs spricht aus der Perspektive der Beratung durch Faire Integration.

Workshop 2: Arbeitsgelegenheiten im Fokus
Thorben Knobloch, Paritätischer Gesamtverband / Erfan Ghafari, Sozialamt Ilm-Kreis BLEIBdran+

Arbeitsgelegenheiten für Asylsuchende und Menschen mit Duldung werden von Befürworter*innen als Integrationsfördernde Maßnahme gesehen, von Gegner*innen hingegen als Zwangsarbeit. Thorben Knobloch wird uns im Workshop eine rechtliche Einordnung geben. Mit Erfan Ghafari blicken wir zudem auf die konkrete Umsetzung in einem Landkreis. Und wir gehen der Frage nach: Welchen Einfluss haben Arbeitsgelegenheiten auf die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten?

Workshop 3: Wieviel Deutsch verlangt eine nachhaltige Arbeitsmarktintegration?
Sarah Strobel, NUIF / n.n. Arbeitgeberservice

Arbeitgeber*innen verlangen oft sehr gute Deutschkenntnisse, um Geflüchtete einzustellen. Gleichzeitig wird der Zugang zu Sprachkursen stark beschnitten. Mit Sarah Strobel von NUIF und dem Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit gehen wir der Frage nach, wieviel Deutsch eine nachhaltige Arbeitsmarktintegration verlangt, und wann diese auch ohne gute Deutschkenntnisse möglich und sinnvoll ist.

Workshop 4: Unternehmen als Player bei der Arbeitsmarktintegration
Katja Bellmann Integrationsmanagement Elblandkliniken / Volker von Witzleben, Vielfalt ist Zukunft

Unternehmen sind wichtige Player bei der Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten. Volker von Witzleben wird über Willkommenskultur im Arbeitsleben aus Sicht der Unternehmensinitiative „Vielfalt ist Zukunft“ berichten. Und Katja Bellmann stellt im Workshop das Integrationsmanagement in den Elblandkliniken als „Good Practice“ vor. Gemeinsam diskutieren wir die Verantwortung von Unternehmen bei der Arbeitsmarktintegration Geflüchteter, welche Good Practices dabei Orientierung bieten und wie sich strategische Positionsarbeit im Zusammenspiel mit Politik integrationsfördernd aufstellen lässt.

14:45 Uhr – 15:15 Uhr – Kaffeepause

15:15 Uhr – Podiumsdiskussion:Wer trägt Verantwortung für eine nachhaltige Arbeitsmarktintegration? Moderation: Christiane Götze, IBS gGmbH

  • Natalija Bock, Vorstandsvorsitzende; Plattform Dresden e.V
  • Daniela Kolbe; Vorsitzende des Geschäftsführenden Bezirksvorstands, DGB Sachsen
  • n.n., Socialbee
  • Lidwina Gundacker, Migrations- und Integrationsforscherin; Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung
  • Sebastian Vogel, Leiter des Zentrums für Fachkräftesicherung und Gute Arbeit Sachsen (ZEFAS)
  • Ellen Breuer, Referentin Bildung, Arbeitsmarkt, Forschung, im Stab der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Bundesministerium für Arbeit und Soziales

16:30 Uhr – Verabschiedung

Institut für Berufsbildung und Sozialmanagement gGmbH